18.07.2017 09:49 Age: 128 days
Category: ALL, Vereine

Junges Ausnahmetalent Laura Stigger

Der Pfitschepfeil auf zwei Rädern


Wer in Haiming unterwegs ist, sieht sie oft um die Kurven schießen, wobei sie jederzeit die volle Kontrolle über ihren fahrbaren Untersatz hat. Als erst 16-jährige, aber schon erfahrene Sportlerin legt Laura Stigger schließlich großen Wert auf Sicherheit. Denn auf ihrem Weg nach oben will sich die außergewöhnlich talentierte Mountainbikerin auch von Verletzungen nicht bremsen lassen. Die bisherige Karriere des Pfitschepfeils auf zwei Rädern liest sich schlichtweg unglaublich! Im Alter von drei Jahren erstmals am Bike gesessen, zählt sie nun schon längst zu den dominierenden Erscheinungen in der Mountainbike- Nachwuchsszene. Der Cross-Country-Bewerb ist ihre Domäne – und da lügen die Zahlen nicht. Die jüngste Bilanz: 2014: 17 Rennen, 17 Siege; 2015: 19 Rennen, 19 Siege; 2016: 21 Rennen, 20 Siege (einmal mit einem platten Reifen Zweite).

Drei Europameistertitel hat Laura bereits erobert. Und auch in der laufenden Saison haben es ihre Gegnerinnen wahrlich nicht leicht mit ihr. Bisher hat sie sämtliche Rennen in der Junioren-Klasse gewonnen, in der sie erstmals fährt, hat damit auch die Spitzenposition in der Rangliste des Weltradsportverbandes UCI übernommen. Wer glaubt, dass Laura deshalb satt ist, täuscht sich gewaltig.

Sie hat auch in dieser Saison noch ganz große Ziele. Zunächst ist die Europameisterschaft zu nennen, die vom 27. bis 30. Juli in der Darfo Boario Terme nahe dem Iseo-See in Italien stattfindet. Und läuft alles nach Plan, dann wird in weiterer Folge eine noch viel größere Reise anstehen, nämlich zur Weltmeisterschaft vom 5. bis 10. September in Cairns (Australien). Laura selbst ist trotz ihrer Erfolge bescheiden geblieben und sie weiß, dass sie sich bei all ihrem Talent jeden Erfolg letztlich beinhart erarbeiten muss. „Du bist im Rennen nur so gut, wie du trainierst“, sagt sie. Und legt einen dementsprechenden Eifer an den Tag. Da kann’s dann schon vorkommen, dass sie etwa wie kürzlich beim KitzAlpBike-Festival in Kirchberg nach dem Rennen gleich noch ein Training anhängt, weil „mir dort einfach die Strecke total taugt.“

Text und Foto: Peter Leitner